Rasenschnitt – Wichtige Hinweise

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

seit vielen Jahren besteht im Kreis ein bewährtes System zur Sammlung von Baum- und Strauchschnitt. Hierfür stehen flächendeckend Sammelplätze in den Ortsgemeinden zur Verfügung. Die dort angelieferten holzigen Materialien werden aufbereitet und unter anderem zur Energiegewinnung sowie als Bodenhilfsstoff genutzt. Dieses System funktioniert jedoch nur dann effizient und umweltgerecht, wenn die Anlieferungsregeln konsequent eingehalten werden.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und dem Baugesetzbuch sind die Vermischung von krautigem und holzigem Material zwischenzeitlich verboten. Ein wiederkehrendes Problem stellt in diesem Zusammenhang auch die Ablagerung von Rasenschnitt auf den Baum- und Strauchschnittplätzen dar.

Rasenschnitt gehört ausdrücklich grundsätzlich nicht auf diese Sammelplätze.
Es kommt zur Bildung von sogenanntem Sickersaft, der Boden und Gewässer belasten kann. Es entstehen Verklumpungen, die eine Weiterverarbeitung erheblich erschweren. Zudem erhöht sich die Brandgefahr deutlich, da gärendes Grüngut entsprechend Hitze entwickeln kann.

Aus diesen Gründen ist die getrennte Entsorgung zwingend erforderlich und dient dem Schutz von Umwelt, Anlagen und letztlich auch der Allgemeinheit.

Wir wurden darüber in unserer Gemeinderatssitzung am 15.04.2026 von einem Vertreter der Rhein-Hunsrück-Entsorgung informiert und müssen uns jetzt weitergehende Gedanken zu dieser Thematik und dem Umgang mit Rasenschnitt und krautigem Material machen.


Folgende Empfehlungen zur sachgerechten und umweltfreundlichen Behandlung von Rasenschnitt wurden vorab von der Rhein-Hunsrück Entsorgung ausgesprochen:

Mulchen:
Beim Mähen verbleibt der fein zerkleinerte Rasenschnitt auf der Fläche und dient als natürlicher Dünger.

Einsatz von Mährobotern:
Diese arbeiten kontinuierlich und erzeugen sehr feines Schnittgut, das problemlos im Rasen verbleiben kann.

Eigenkompostierung:
Rasenschnitt kann im eigenen Garten kompostiert und später als wertvoller Humus verwendet werden.

Nutzung der Biotonne:
Insbesondere in den Sommermonaten bietet sich die Nutzung der saisonalen Biotonne (April bis September) an.

Ggf. Anpassung des Behältervolumens:
Bei regelmäßig anfallenden größeren Mengen kann eine größere Biotonne sinnvoll sein.

Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Entlastung der Sammelplätze bei, sondern fördern gleichzeitig eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im eigenen Garten.

Volker Härter, Ortsbürgermeister

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